Samstag, 29. April 2017

LESEWALD // MORD IN SCHÖNBRUNN


Herzlich Willkommen zu einem neuen Lesewald ♥

Im Grunde genommen kenne ich keinen besseren Ort zum Lesen als den Wald. Mal abgesehen von meinem kuscheligen Bett oder dem tollen Sitzsack des Lieblingsmenschen. Aber auf einem ruhigen kleinen Bänkchen mitten im Wald, wenn die ganze Welt hektisch und laut ist, kann man sich einfach perfekt weg träumen.

Aber das hat alles noch nichts mit dem neuen Buch zu tun, das ich euch heute vorstellen möchte ;) Heute gibt es nämlich zur Abwechslung mal etwas über einen Krimi zu lesen - und zwar über einen Wien-Krimi :D Ich kann euch sagen, als ich Schönbrunn gelesen habe, wollte ich das Buch haben, denn ich möchte ja schon länger mal nach Wien und möchte mir alle wunderschönen Paläste und Schlösser anschauen, in denen Elisabeth einmal gewandelt ist. Aber auch darüber berichte ich euch wohl ein anderes Mal ;)

Ein schwieriges Unterfangen - wie erzähle ich bloß von einem Krimi, ohne zu viel von der Lösung des Falls zu erzählen? Gar nicht einfach, deshalb warne ich schon einmal vor: Wer das Buch noch lesen will, darf den Beitrag nur überfliegen, weil ich für nichts garantieren kann :D 



 Mord in Schönbrunn *
(unter anderem HIER erhältlich)
Autorin: Beate Maxian
Seitenzahl: 409 Seiten
Verlag: Goldmann
Preis: ca. 9 €
ISBN: 978-3-442-48296-2

Märchen, Prinzen, Drachen und Hexen - all das ist nur erfunden von den Gebrüdern Grimm? Nun, dann lasst euch von diesem Buch (oder manchmal auch vom Leben) vom Gegenteil überzeugen. Oder auch nicht, das bleibt euch überlassen. Die Journalistin Sarah Pauli (dies ist übrigens bereits ihr sechstes Abenteuer) glaubt an geheime Bedeutungen von Symbolen und Märchen und schreibt in einer Zeitung darüber auch eine Kolumne.

Während Sarah über den geheimen Verehrer nachdenkt, geht Valentina Macek im Schlosspark joggen und findet dort eine Leiche. Es ist die Leiche von Daniela Meier, die vor ihrer Hochzeit mit Felix Beermann verschwand. Felix ist nun mit Valentina zusammen und die beiden wollen bald heiraten. 

Daniela Meier wird in ihrem Hochzeitskleid gefunden und sorgt damit für Schlagzeilen. Und so kommt auch Sarah Pauli ins Spiel, denn sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, denn auch sie wird mit in den Fall gezogen. Sie erhält von einem vermeintlich geheimen Verehrer große Rosensträuße. Genau 108 Rosen sind es und diese Zahl, so weiß sie, steht für einen Heiratsantrag. 

Und die Ermittlungen führen in die Vergangenheit von Daniela Meier und in Valentinas aktuelles Leben. Valentinas Leben wird auf den Kopf gestellt, denn auch sie soll bedroht sein, so denkt der ermittelnde Polizist. Wie es weiter geht und wo die Ermittlungen noch so hinführen, das lest ihr am Besten selber ;)

Das Buch an sich ist leicht zu lesen und ist in Tage und darin in Kapitel eingeteilt. Die Kapitel haben Namen, was ich wirklich super fand. Ich bin leider mit den Hauptfiguren und ihren Charakteren nicht wirklich warm geworden. Um ein Buch zu lieben, muss ich eine Verbindung zu den Figuren aufbauen und mich mit ihnen identifizieren können. Das ist mir in diesem Buch nicht so recht gelungen. Ich kann aber meinen Finger nicht so richtig auf den Punkt legen, an dem es gescheitert ist, denn ich fand das Buch eigentlich sehr authentisch geschrieben, da vieles auch im österreichischen Dialekt verfasst wurde.

Aber wie gesagt, es hat mir nicht ganz so gut zugesagt, wie meine bisherigen rezensierten Bücher. Ein bisschen schiebe ich es noch auf die Tatsache, dass dies (wie oben erwähnt) der sechste Fall für Sarah Pauli ist und ich die ersten fünf Teile gar nicht gelesen habe. Ich denke, ich werde mir mal den ersten Teil durchlesen und dann nochmal neu entscheiden, wie ich mit der Figur der Journalistin klar komme.

Das Thema des Buches hingegen war total meins - merkwürdiger Mordfall und viele versteckte Bedeutungen. Für gute Ermittlungs- und Recherchearbeit bin ich in einem Buch einfach immer zu haben. In diesem Fall bekomme ich interessante Hinweise auf Brauchtümer bei Hochzeiten und Bedeutungen von Symbolen, die so in Wien verstreut sind.

Fazit

Eine märchenhaft aufgebarte Leiche im Wiener Schlossgarten, gefunden von der neuen Verlobten - explosiveren Stoff kann es eigentlich nicht geben. So richtig aufgebauscht wird das aber nicht. Im Buch passiert viel durch Überlegungen und weniger durch Handlungen. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte an Fahrt auf und überrascht durch Enthüllungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat.


Ihr wisst schon was jetzt kommt - richtig, die Verabschiedung. Ihr habt mal wieder bis zum Schluss durch gehalten, dafür ein riesiges Dankeschön an euch. Ich schwebe diese Wolke ja sowieso auf Wolke sieben, da ich auf dem Blog hier die 10.000 Klicks geknackt habe und auf Instagram zeitweise die 500 Marke. Ein großes Dankeschön wartet hoffentlich bald auf euch (und ja, damit meine ich ein Gewinnspiel).
Also bleibt dran und bleibt gesund!

Grüßchen und Küsschen aus dem Schwarzwald,
Eure Simone.

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